Mitten in einer kalten Nacht, Frühjahr 1945, die Russen rücken heran. Und von Gmünd aus macht sich eine junge Frau mit ihrem zweijährigen Sohn im Kinderwagen über holprige Wege durch den dunklen Wald nach Schratten zu Verwandten auf. Ausgehend von seiner Kindheit folgt Peter Henisch den Lebensspuren seiner Mutter und beschreibt eine Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung zu ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Eine selbstbewusste Frau, mit „Anmut“ und „Flair“. Eine sehr persönliche, poetische Hommage von Peter Henisch an seine Mutter im Roman "Muttersuchen".