Was Jaromír Typlt an den Wörtern interessiert, ist mehr als deren Bedeutung. Sie bedeuten etwas, und sie bedeuten etwas anderes (wie die Psychoanalyse weiß), aber sie klingen auch (wie die Soundpoetry weiß), sie haben eine Gestalt und einen Schatten. Typlt mag das Uneindeutige und Zerbrechliche an den Wörtern und er arbeitet in seiner Kunst mit all diesen Ebenen. Seine Lesungen sind Performances, begleitet von Klängen, Bildern, Resonanzen. Er selbst nennt das „mutierte Autorenlesung“.